CollegiatsWohnen zielt auf eine gleichermaßen traditionsbewusste wie innovative Form eines solidarischen Zusammenlebens. Diese Gemeinschaftswohn-Idee will sich den Herausforderungen des demografischen und kulturellen Wandels im Europa des 21. Jahrhunderts stellen.
CollegiatsWohnen ist grundsätzlich für alle Menschen offen, die Nachbarschaftshilfe konkret leben und gestalten wollen. Konkrete Nachbarschaftshilfe geschieht in freier persönlicher Entscheidung und Verantwortung. Sowohl die individuellen Möglichkeiten als auch die Hilfebedürfnisse und Hilfsangebote werden sich im Laufe des Lebens wandeln und verändern.
CollegiatsWohnen ist prinzipiell intergenerationell & integrativ orientiert, d.h. es bietet ein Miteinander von jung und alt, von Menschen mit und ohne Behinderung sowie verschiedener sozialer Herkünfte oder Nationalitäten in einem CollegiatsWohn-Quartier.
CollegiatsWohnen lädt im Sinnhorizont der 5er-Sätze der Collegiats-Regel dazu ein, christliche Grundwerte ökumenisch zu leben. Dies geschieht in jeweils freiwillig gewählter Offenheit oder Verbindlichkeit. Dabei gilt es die Balance zu finden zwischen
CollegiatsWohnen kann durch die achtsame Gestaltung von Lebensrhythmen geprägt werden:
CollegiatsWohnen kann Lebendigkeit gewinnen durch die Gestaltung von persönlichen Lebensphasen und Lebensstationen:
CollegiatsWohnen realisiert sich in CollegiatsNachbarschaften. Unter CollegiatsNachbarschaft verstehen wir das intergenerationelle & integrative Leben in jeweils separaten Wohnungen für Familien, Paare, Alleinlebende, in einem „collegiatsnachbar-schaftlich“ organisierten Wohnhaus oder in Wohnbereichen (zwischen ca. 12–18 Personen). CollegiatsNachbarschaften sind durch vielfältige Formen wechselseitiger, freiwillig-verbindlicher Nachbarschaftshilfe untereinander und im CollegiatsWohn-Quartier verbunden. Das Zusammenleben in einem weitgehend barrierefreien CollegiatsWohn-Quartier wird vermittels eines „kleinen Bürgermeisters/in“ moderiert, damit die jeweils individuellen Bedürfnisse und Hilfeleistungen, Begabungen und Verantwortlichkeiten zum Wohle des Einzelnen und der Gemeinschaft gelebt werden können.
Für das CollegiatsWohnen notwendige Gemeinschaftsräume (wie z.B. ein multifunktionaler CollegiatsFestsaal, Bibliothek, Sauna, Sport- und Freizeitbereiche, Räume für Beratung und Seelsorge, Ateliers o.dgl.) sowie entsprechende Sozialleistungen und Pflegeangebote müssen sorgfältig und kostenbewusst geplant und (nach unterschiedlichen Modellen) finanziert werden.
Zur Zeit sind zwei CollegiatsWohn-Projekte umgesetz: in Erfurt „CollegiatsWohnen am Petersberg" und in Kleinbreitenbach bei Plaue die „CollegiatsGemeinschaft im Weinberg"
Die Johanniter möchten mit dem "Johanniterzentrum Andreasgärten" im Herzen der Stadt Erfurt ein beispielgebendes Generationenprojekt entstehen lassen. Das Bauvorhaben auf dem Areal von rund zwei Fußballfeldern soll im Frühjahr 2017 beginnen und bis zur BUGA 2021 realisiert werden. Insbesondere die geplante Wohnbebauung wird in Kooperation mit der Stiftungs christliche Collegiate und dem Förderverein Collegiatsstift St. Peter & Paul e.V. erfolgen.
Nach einigen Wegen und Umwegen, mit und ohne Stolpersteinen, ist nun für ein weiteres CollegiatsWohn-Projekt endlich „Land in Sicht“: in der idyllisch gelegenen Feriensiedlung www.reinsbergerdorf.de, direkt oberhalb von Kleinbreitenbach bei Plaue, zwischen Arnstadt und Ilmenau, in der Mitte Thüringens.
Die Collegiatsgemeinschaft St. Georg & Marien Ichtershausen hat aktuell ihre Aktivitäten eingestellt. Die Verhandlungen der Neues Kloster Ichtershausen GmbH & Co KG mit der Kommune Amt Wachsenburg zur Umsetzung des 2016 (einstimmig) verabschiedeten Bebauungsplanes laufen „auf Sparflamme“. Wir hoffen noch immer auf eine einvernehmliche Lösung…
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